Zu viel Gastfreundschaft und vergebene Chancen

Am Sonntag stand der letzte Verbandsligaheimspieltag auf dem Programm, ein letztes Mal in dieser (erneut) von Corona geprägten Saison durften wir zu hause aufschlagen, ein letztes mal durften wir zu sechst uns dem Gegner entgegen stellen (ab der neuen Saison erwartet uns das bei uns ungeliebte Vierermannschaftssystem).

Immerhin durften wir zu unserer Freude unseren alten Weggefährten Honigdachs Hoffi in unserer TTC-Arena begrüßen, er hatte eine ersatzgeschwächte aber dennoch sehr schlagfertige Truppe aus Rostock mitgebracht, die ohne Verlustpunkt die Saison bisher überstand und daher verdient vom Sonnenplatz der Tabelle ins Spiel startete.

Die erste Mannschaft durften nach überstandener Corona-Infektion Jonas wieder im Team begrüßen. Die fehlenden Bolle und Franky wurden abermals durch Micha und Andy vertreten, vielen Dank an dieser Stelle schon mal für euren unermüdlichen Einsatz.

Vor handgezählten 10 Zuschauern (auch hier zeigt die Pandemie nach wie vor, dass eben noch nichts ist wie früher), starteten wir pünktlich und nach ein paar netten Worten zur Begrüßung in die Doppel. Die beiden Einserdoppel der Mannschaften gaben sich keine Blöße. Auch wenn Brian und ich anfangs etwas Sorgen hatten, setzten wir uns in einem engen Match durch. Unser Matchplan ging voll auf, als Justin und Micha dann auch im Dreierdoppel siegten und wir mit 2:1 in Führung gingen.

Leider verließ uns danach etwas das Spielglück, in der ersten Einzelrunde konnte lediglich ich mein Spiel gewinnen. In alle 5 anderen Partien fanden wir nicht so recht ins Spiel und mussten folgerichtig den Rostockern gratulieren. Somit stand es bereits 3:6 nach der ersten Einzelrunde und die Anfangseuphorie unsererseits war verflogen.

Kurz kam Hoffnung auf, als Brian im Duell der Einser sicher gegen Voss gewann, nur um kurz darauf wieder gedämpft zu werden als Hoffi, der sich in glänzender Form präsentierte gegen seinen „Angtsgegner“ Jonas gewann. Mit dem Rücken zur Wand wollten Justin und ich in der Mitte nochmal angreifen und die Kehrtwende einläuten. Wir starteten auch beide entsprechend motiviert, ich spielte gegen Inge einen oft selbst für mich überraschenden Ball nach dem anderen und ging verdient 2:0 in Führung und Justin erkämpfte sich am Nachbartisch auch eine 2:1 Führung. Getreu der alten Weisheit „Hinten kackt die Ente“, spielten sich sowohl Inge gegen mich als auch Ossi am Nachbartisch gegen Justin zurück in die Partien und behielten schlussendlich auch beide die Oberhand.

Lange Gesichter und viel Schweigen auf unserer Seite, die realistische Einschätzung, dass die Siege verdient, aber wohl doch etwas zu hoch waren auf Seiten der Rostocker. Dem müssen wir uns leider anschließen und den Rostocker nur gratulieren.

Am Nachmittag forderte unsere zweite Mannschaft dann die Rostocker heraus. Logischerweise als krasser Außenseiter wollte die zweite aber wenigstens die Rostocker etwas ärgern. Für den krankheitsbedingt ausfallenden Matze, durfte erneut Nico Verbandsligaluft schnuppern. Leider zeigte sich gleich in den Doppeln, dass das ganze kein Zuckerschlecken wird, drei mal 0:3 und somit ein deutlicher Rückstand nach den Doppeln standen auf dem Tableau.

Das konnte in den Einzeln ja nur besser werden… und das wurde es auch.
Besser ja, aber eben leider doch oft nicht gut genug. Martin spielte im Vergleich zum letzten Spiel von vor zwei Wochen deutlich verbessert, konnte aber sowohl gegen Hoffi als auch im zweiten Einzel gegen Voss nicht den Sack zu machen. Immer wieder gingen die Punkte in den entscheidenden Phase doch an den Gegner, sodass Martin zweimal im fünften Satz das Nachsehen hatte.

Ähnlich erging es auch Micha und Andy, die zwar immer wieder tolle Ballwechsel lieferten aber am Ende oft der Unglücklichere am tisch waren. Am Ende sollten es insgesamt 4 Fünfsatzspiele sein, die ausnahmslos alle nach Rostock gingen. Hinzu kamen noch die etwas deutlicheren Niederlagen von Ralf und Nico.

Am Ende Stand ein ungefährdeter Sieg für Rostock, um unseren alten Weggefährten Hoffi, der insgesamt gleich sechs mal (4 Einzel und 2 Doppel) gegen uns jubeln durfte. So sind wir zu alten Freunden 😉

In einer Woche steht für unsere Verbandsligateams bereits das nächste Spiel an. Dann geht es für die erste Mannschaft darum nochmal ein paar punkte fürs gute Gefühl einzufahren und vernünftig in den Endspurt der Saison zu starten und bei der zweiten heißt es erneut Punktesammeln für den Klassenerhalt. Auch wenn es schwer wird, noch ist alles drin und wir kämpfen bis zum letzten Spieltag.

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