Inzwischen ist Montag und der Büro-Alltag ist wieder da, doch nach dem Samstag ist mir das Grinsen immer nicht so ganz vergangen – gut so, kann gerne öfter so sein.

Wir starteten Samstag wie gewohnt in den Tag – Treff zwei Stunden vor Spielbeginn, alle pünktlich (naja zumindest fast, ne Bolle!) und hoch motiviert. Schnell war die TTC-Arena inklusive neuer Bestuhlung Corona-gerecht eingerichtet und bereit für unseren ersten langen Heimspieltag der Saison. Mit Süd II und III warteten zwei bekanntermaßen schwere Brocken auf uns, auch wenn die dritte noch nicht so richtig in Fahrt kam bisher darf man die Rostocker Jungs nie unterschätzen. Am Vormittag gab es dann ein Wiedersehen mit unserem TT-verrückten Hoffi, der mit seiner neuen Band zu seinem ersten Gastspiel herzlich empfangen durfte.

Nun aber genug Vorgeplänkel und ab zum eigentlichen Spiel – das dachten auch wohl auch Samstag. Und wie es ab ging – alle drei Doppel konnten durch teils überragende Leistungen gewonnen werden. Insbesondere der Sieg von Koschi und Franky gegen die favorisierten Jarno und Hoffi (3:0) war so definitiv nicht eingeplant. Umso schöner, wann haben wir schon zuletzt mal drei Doppel gewonnen. Bolle und Justin bzw. Brian und ich machten es da schon deutlich spannender, behielten aber am Ende jeweils in fünf Sätzen die Nerven.

Und wir machten auch im Einzel nicht mit weniger Durchschlagskraft weiter, schnell wurde der Vorsprung auf 6:1 ausgebaut, damit hatte wirklich keiner gerechnet. Dass man Süd aber auch bei einer solchen Führung nie abschreiben darf und besonders Hoffi seine Leute immer wieder weiter antrieb, zeigten aber die nächsten Einzel. Süd gewann vier Spiele in Folge und plötzlich war das Spiel wieder ausgeglichen. Besonders der Fünf-Satz-Krimi zwischen Tim Voss und Koschi ließ bei Zuschauern und beteiligten Spielern den Puls in die Höhe schnellen. Am Ende konnte Tim aber einmal mehr jubeln, als Koschi und die begeisternden TTC-Fans an diesem Tag.

Brian konnte dann durch einen recht souveränen Sieg gegen Marschall die Niederlagenserie aus unserer Sicht durchbrechen, doch es blieb weiter spannend. Auch oder Besonders weil Hoffi mich kaum ins Spiel kommen ließ und so völlig verdient mit 3:1 den Anschlusspunkt für Rostock zum 7:6 aus unserer Sicht holte.

Im unteren Paarkreuz ein ähnliches Bild wie in der Mitte. Jeweils ein 3:1 Sieg für beide Teams, für uns punktete Justin gegen Jan, für Rostock gewann Carsten gegen Franky.

So kam es, wie es sich eigentlich auch für ein echtes Spitzenspiels zweier Teams auf Augenhöhe gehört, zum Abschlussdoppel. Brian und ich gegen (manchmal schreibt der Sport ja so Geschichten) gegen Hoffi in seiner alten Wirkungsstätte zusammen mit Partner Jarno. Zu Hoffis Pech erwischte Jarno gar kein gutes Spiel und wir konnten dies immer wieder clever ausnutzen, sodass das Abschlussdoppel doch recht deutlich mit 3:0 für uns ausging. Großer Jubel natürlich und das von uns erhoffte Ausrufezeichen nach zwei eher nicht so berauschenden Spielen zu Saisonstart war gesetzt.

Kurz nach Spielende (immerhin Spieldauer von über 4h) trudelten auch schon die nächsten Rostocker ein. Wie es oft so ist, fiel es uns denkbar schwer die nötige Anspannung und Konzentration nach einem so langen Vormittagsspiel aufrecht zu erhalten. Passend dazu gingen auch gleich mal zwei Doppel weg. Lediglich Brian und ich glänzten nicht gerade, quälten uns aber zum 3:2-Sieg gegen die unangenehm zu bespielende Kombination Osmers/Köpcke. Immerhin den worst-case vermieden und die Chance in den Einzeln möglichst schnell wieder aufzuholen.

So machten wir das auch. Sowohl oben als auch im mittleren Paarkreuz landeten wir recht ungefährdete Siege, sodass wir uns schnell die Führung holen konnten. Justin erwischte leider erneut ein etwas unglückliches Spiel und fand gegen Steven Köpcke nicht zu seinem gewohnten Spiel. Immer wieder schlugen Stevens Schwinger bei ihm ein, sodass am Ende eine knappe 1:3 Niederlage aus Justins Sicht auf der Zähltafel stand.

Doch unbeirrt davon sorgten Franky, Bolle und Koschi mit sicheren Punkten für die bis dahin 8:3 Führung, die dann doch recht komfortabel schien. Brian verpasste anschließend gegen Abwehrspezialist Osmers die Revanche für das letzte Spiel der beiden und musste den tapfer kämpfenden Ossi gratulieren. So blieb es mir gegen den Neu-Rostocker Kaushik Basak den letzten Punkt des Tages einzufahren.

Am Abend wurde der wahnsinnig tolle TTC-Tag – auch die Zweite war doppelt erfolgreich und unsere Delegation bei den Stralsunder Stadtmeisterschaften kam auch medaillenbehangen nach Hause – noch angemessen gefeiert, wobei auch unser Honigdachs als Ehrengast nicht fehlen durfte, ehe wir spät abends alle kaputt ins Bett fielen.

Genau für so Tage quälen wir uns im Training, genau für so Tage tun wir alles, was nötig ist! Danke Jungs… auf hoffentlich viele weitere solcher Tage!!!


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