„Nicht alles Gold was glänzt…“

Nach dem knapp verpassten Klassenerhalt in der Verbandsoberliga ist für uns nun wieder kleinere Brötchen backen angesagt und damit es in der Verbandsliga auch spannend bleibt, haben wir unseren Tobi Hapke für eine Saison nach Hamburg verkauft, der sich dort weiterhin in der Verbandsoberliga austoben darf ;o)

Praktisch unverändert zum letzten Verbandsligaauftritt von vor zwei Jahren sollten wir mit Karl, Martin, David, Brian, Ralf, „Neuzugang“ Mirco „Koschi“ Koschei und mir auch diese Saison wieder ganz oben mitspielen. Klares Ziel ist der sofortige Wiederaufstieg.

Entsprechend groß war die Vorfreude auf den ersten Auftritt, zumal mit Rostock Süd II und III die letztjährigen Zweiten und Dritten der Verbandsligasaison auf unsere Erste wartete.

Los ging’s gegen die etwas stärker einzuschätzende Dritte von Süd. Wir packten unseren kleinen Hoffi mit ein, der im Doppel auch mal Verbandsligaluft schnuppern soll.

Etwas neidisch war ich schon, denn Hoffi/Koschi durften gegen Franke/Lehner ran, mit denen ich mir in den letzten Jahren viele tolle Doppelschlachten geliefert hatte. Beide spielten richtig gut mit, leider gingen zwei Sätze trotz Satzball in der Verlängerung weg und so hieß es am Ende 1:3 aus unserer Sicht.

Nebenan spielte ich mit Martin zumindest in den ersten beiden Sätzen gegen Peters/Spiegelberg taktisch gut, allerdings verpassten wir es, das Match im Dritten zuzumachen. So ging Durchgang drei in der Verlängerung weg und wenig später fanden wir uns im Entscheidungssatz wieder. Hier hatten wir beim 11:7 das bessere Händchen.

Unsere eingespielte Kombo Karl/Brian ließ gegen Tesing/Osmers nichts anbrennen und gewann in Vier. Somit 2:1 für uns nach den Auftaktdoppeln.

Im oberen Paarkreuz spielte Koschi ein starkes Spiel gegen Peters und gewann wie ich am Nachbartisch gegen Lehner mit 3:1.

Nun sollte unsere Mitte zünden, doch irgendwie war da der Wurm drin. Martin, der mich zwei Tage zuvor im letzten Training noch an die Wand spielte, bekam gegen Spiegelberg irgendwie keine Sicherheit in sein Spiel. Vorentscheidend war hier der dritte Satz, den Martin in der Verlängerung abgeben musste. Wenig später hieß es dann 1:3.

Nebenan wollte Karl gegen Franke den Vorsprung wieder ausbauen, doch Uwe spielte an diesem Tag wirklich gutes Tischtennis, so dass für Karl außer einem Satz nicht wirklich viel zu holen war.

Am Nachbartisch tat sich Brian mit Osmers sichtlich schwer und konnte mit einer Leistungssteigerung zum Ende des vierten Satzes den Entscheidungssatz noch abwenden und gewann in Vier.

David, der seine gute Form aus der Landesrangliste bestätigen wollte, hatte mit Tesing nur in Durchgang eins ein paar Anfangsschwierigkeiten und gewann ebenfalls mit 3:1 – irgendwie das Standardergebnis an diesem Tag (12 der 14 Partien gegen Süd III endeten mit 3:1).

Mit 6:3 für uns starteten wir also in die zweite Einzelrunde. Hier konnte ich Peters mit 3:0 in die Schranken weisen, nebenan machte es Koschi gegen Lehner ein bisschen spannender – alle vier Sätze gingen in die Verlängerung, drei davon holte sich unser Zweier. Wir führten mit 8:3.

Doch irgendwie wollten Karl gegen Spiegelberg und Martin gegen Franke den Sack nicht zumachen, was aber auch an den Gegnern lag, die einen wirklich guten Stiefel spielten und jeweils 3:1 gewannen. Also musste nochmal David gegen Osmers ran – und gewann natürlich in Vier.

Mit 9:5 taten wir uns letztlich ein wenig schwerer als gedacht, wobei Süd III sich in der Saison mit dieser Aufstellung im oberen Tabellendrittel festsetzen sollte.

Am Nachmittag hatten wir mit Süd II das auf dem Papier etwas leichtere Los, was daran lag, dass Spitzenspieler Puhlmann beim Top-48 die MV-Farben vertrat und Neuzugang Dümmer verletzungsbedingt nicht zur Verfügung stand.

Wieder gingen wir mit einer 2:1-Führung aus den Doppeln. Koschi/Hoffi belohnten sich mit einem Viersatzsieg, nebenan gewannen Martin und ich in drei gegen Grawert/Roll. Etwas überraschend für mich mussten sich dann Karl/Brian in drei Sätzen Bartsch/Dzyk geschlagen geben.

In den Einzeln hatte Koschi im Match gegen Albrecht etwas mit dem Kreislauf zu kämpfen, quälte sich schließlich aber zu einem Fünfsatzerfolg. Meine Partie gegen Grawert am Nachbartisch war mehr umkämpft, als es auf dem Papier vielleicht aussieht. Fredi setzte mich ganz schön unter Druck und hatte Satzbälle für den Entscheidungssatz, konnte aber die vermeintlich Leichten nicht eintüten und so bog ich das Ding nochmal um.

Mit einer Leistungssteigerung wartete dann Martin auf, der Sanmann in drei Sätzen keine Chance ließ und auf 5:1 erhöhte. Auch Karl wollte sein Vormittagsergebnis vergessen machen und begann gegen Bartsch motiviert. Die vorgegebene Taktik konnte er jedoch zunächst nicht umsetzen und so lag er 1:2-Sätze hinten. Mit einer clevereren Spielweise gewann er die nächsten Sätze mit 11:7 und 11:6 und konnte so endlich auch seinen ersten Einzelsieg einfahren.

Brian machte es seinem Doppelpartner nach und lag gegen Dzyk mit 4:11, 15:13, 10:12 hinten. In Satz vier konnte er die Niederlage mit einem hauchdünnen 13:11 noch abwenden, um dann im Entscheidungssatz mit einem 11:4 alles klarzumachen.

Kurzen Prozess machte im Anschluss David mit Roll, damit 8:1 zur Halbzeit. Den Sack zumachen konnte ich dann gegen Albrecht zum 9:1-Endstand.

Fazit: Es war zwar noch nicht alles Gold, was glänzt, aber darauf lässt sich aufbauen und ein bisschen Luft nach oben muss immer bleiben. Am kommenden Wochenende sind wir wieder auswärts gefragt und wollen zwei weitere Punkte in Kröpelin mitnehmen.


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