Nun standen nach sechs Heimspielen also unsere ersten Auswärtsspiele auf dem Programm. So machten wir uns am Samstag mit unserem Stammsechser und Nico als Unterstützer auf den Weg nach Rostock. Wir hatten uns natürlich viel vorgenommen und wollten unser Punktekonto weiter auffüllen.

Zunächst spielten wir bei Nord-West Rostock, die bis auf Nikita, der durch Holger Radloff ersetzt wurde, in Bestbesetzung (Martin Powilleit, Marco Roos, Christoph Zahn, Stephan Grußenborf, Andreas Luce und Holger Radloff) antraten. Beim Einspielen beschlich mich noch die Erinnerung an viele enge Spiele mit der 1. gegen Nord-West ….. dann noch der Gedanke an Holger im unteren Paarkreuz….. mal sehen. Ich war so perplex, dass ich sogar unseren Begrüßungsruf verwechselte – statt TTC – Olè kam es zu einem schnöden Ping – Pong, aber meine Band machte wenigstens mit.

So stiegen wir als mit den Doppeln in die Begegnung ein. Ralf und Justin, die wir als Doppel 2 aufboten, mussten Martin und Andreas zum 0:3 gratulieren. Christian und Henning machten es am Nachbartisch gegen Marco und Stephan nur kurzzeitig spannend und gewannen 3:1. Nun lag es an Micha und mir eventuell in Führung zu gehen. Mit viel Respekt gingen wir gegen Christoph und Holger ins Match, aber es lief und wir rauschten zu einem 3:0. Somit führten wir nach den Dppeln 2:1.

Nun spielten zunächst Christian gegen Marco und Henning gegen Martin. Unser Bolle hielt sich nicht lange auf und sorgte mit einem schnellen 3:0 für einen weiteren Sieg. Henning, der noch nie gegen Martin gewinnen konnte, verlor den 1. Satz unglücklich 8:11, um danach nach einigen Tipps von der Bank mit einem 15:13 ausgleichen konnte. Dann gewann tatsächlich Henning auch Satz 3 und 4 und brachte uns mit diesem etwas überraschenden Sieg mit 4:1 in Führung. Wir würden sagen: „Der erste Wirkungstreffer.“ 🙂

Dann entwickelte sich zwischen Justin und Christoph ein Fünfsatzkrimi wie schon beim Landespokal. Obwohl Justin im 4. Satz einen hohen Rückstand noch drehen konnte, behielt Christoph die Nerven und konnte 3:2 gewinnen. Ralf spielte am Nachbartisch gegen Stephan und war überrascht über das weiche Spiel von Stephan, dass Ralf so nicht erwartet hatte. Aber es half Stephan nichts, Ralf gewann (obwohl die Sätze knapp waren).

Ich hatte dann Andreas irgendwie nicht so sehr viel entgegenzusetzen, obwohl ich die letzte Begegnung gewonnen hatte. Starke Leistung, Andreas. Zwischen Micha und Holger entwickelte sich auch ein „komisches“ Spiel. Ich glaube im 3. Satz führte Micha 10:4 und Holger fing an aus allen Lagen zu Schießen …… 11:9 für Micha (wie sagte Ingo Waldvogel früher immer: „So tut es am meisten weh.“) Am Ende dann zum Glück 3:1 für uns und zur Halbzeit führten wir 6:3.

Henning gewann dann anschließend recht sicher gegen Marco, während das Spiel zwischen Martin und Christian hin und her wogte. Bei einer 4:0 Führung im 4. Satz sah es so aus, als wenn Martin das Spiel nun nach Hause bringen würde, aber gegen Martin ist dies manchmal leichter gesagt als getan und so kam es doch noch zum Satzausgleich. Im 5. Satz marschierte Christian dann aber vorneweg und konnte mit einem 3:2 insgesamt auf 8:3 erhöhen. Der letzte Punkt war dann mit einem 3:1 gegen Christoph (in einem nervenaufreibendem Spiel – Netz, Kante auf beiden Seiten) Ralf vorbehalten.

Wir gewannen tatsächlich 9:3! und mir blieb ein Duell mit Holger erspart. (worüber ich mich nur aus spielerischen Gründen freute)

So konnten wir in der Halle noch ein kleines Schwätzchen halten, fuhren dann zum Asiaten zur Stärkung und machten uns auf den Weg nach Kröpelin.

Die Kröpeliner erwarteten uns mit Robert Kedziora, Andrej Wojtasik, Andreas Meyer, Michael Nehring, Heiko Never und Veikko Hackendahl.

Aus den Doppeln gingen wir dieses Mal mit einem 1:2 Rückstand. Nur Christian und Henning konnten gegen Wojtasik/Nehring sicher gewinnen. Ralf und Justin machten gegen Kedziora/Hacki nach anfänglichen Schwierigkeiten ein tolles Spiel und unterlagen leider 2:3. Michael und ich hatten gegen Heiko und Andreas keine Chance, Heiko spielte wirklich toll auf und konnte uns so beschäftigen, dass wir gar nicht ins Spiel fanden.

In den Einzeln unterlag dann Henning gegen Robert, aber dann konnten wir mit drei 3:0 Erfolgen von Christian gegen Andrej, Ralf gegen Michael und Justin gegen Andreas das Spiel drehen und mit 4:3 in Führung gehen. Heiko machte dann im Einzel gegen mich dort weiter, wo er im Doppel aufgehört hatte (gut, dass er bei den Senioren LEM im Doppel neben mir steht :)). Michael konnte parallel 3:0 gegen Hacki gewinnen. So führten wie zur Halbzeit 5:4.

Dann sahen wir ein tolles Spiel zwischen Robert und Bolle. Christian konnte im 4. Satz bei 6:10 vier Matchbälle abwehren und anschließend diesen Satz gewinnen. Im Entscheidungssatz kippte das Spielglück dann zu Robert (aber im Rückspiel achten wir auf die korrekte Ausführung der Aufschläge, denn vieles war doch recht verdeckt – aber trotzdem Glückwunsch zum Punkt, Robert).

Henning gewann in einem Geduldsspiel gegen Abwehrer Andrej.

Ralf hatte dann gegen Andreas eigentlich alles im Griff, gewonnener 1. Satz – komfortable Führung im 2. Satz und irgendwie ……., dann 2:1 Führung (wir waren beruhigt) dann Ausgleich (wir waren immer noch ruhig) und dann riss der Faden komplett. Andreas hat eigentlich nichts Besonderes gemacht, aber was Ralf auch machte, es ging schief. Somit eine bittere Niederlage. (statt 7:5 – 6:6)

Justin fuhr am Nachbartisch ein ungefährdetes 3:0 gegen Michael ein, somit stand es vor den letzten Spielen 7:6 für uns.

Ich stand dann gegen Hacki komplett neben mir (und sah mir das Spiel irgendwie von außen an, das passiert wohl, wenn man sich zu viel vornimmt) – 7:7.

Zwischen Micha und Heiko entwickelte sich dann wieder mal ein Krimi über 5 Sätze. Zu Beginn des Spiels sah Micha überlegen aus, dann ging der 2. Satz in der Verlängerung weg, Heiko nahm diese Euphorie mit in den 3. Satz und gewann diesen, dann wehrte sich Micha und 2:2. Im Entscheidungssatz führte dann Heiko 7:4, doch nach einer Auszeit verkürzte Micha und ging in Führung…. dann 9:9 …… alle fieberten ……. 9:10…..9:11 Sieg für Heiko und 7:8.

Bei uns machte sich jedoch keine Enttäuschung breit, sondern sofort begann die Anfeuerung für Christian und Henning und das Entscheidungsdoppel gegen Robert und Hacki. Der 1. Satz lief solide für uns, dann Satz 2 mit ständigem Rückstand (Ralf: „Das sieht irgendwie nicht gut aus.“), aber 13:11 für uns und dann im 3. Satz wieder solide 11:6 und großer Jubel von uns.

Unentschieden, und damit ein weiterer Punkt in unser Körbchen. Sicherlich war am Nachmittag wahrscheinlich mehr drin, aber wir sind trotzdem sehr zufrieden und stolz, denn mit 3 Punkten aus dem Wochenende zu kommen und unsere Gegner am Tabellenende auf Distanz zu halten war schon wichtig.

So fuhren wir glücklich und zufrieden schwatzend über die Autobahn nach Hause.


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