Am vergangenen Wochenende fanden die 30. Landeseinzelmeisterschaften des Tischtennisverbandes Mecklenburg-Vorpommern (TTVMV) in Warnemünde statt. Nachdem sich alle pünktlich um 6:30 Uhr in Greifswald trafen, ging es für uns in Kolonne los in Richtung Rostock. Bei insgesamt 14 Startern und 3 Betreuern, brauchten wir so allerhand Autos. Sehr cool, dass wir inzwischen regelmäßig so große Truppen auf dem wichtigsten Event des Tischtennisjahres stellen.

Zu Beginn des Tages stand das Mixed auf dem Programm. Hier hatte sich Karl, wohl weniger durch Leistung, sondern durch versprochenen Spaß die Partnerschaft des Nachwuchstalents Maxi Langschwager gesichert. Die beiden machten ein enges Spiel, am Ende reicht aber eine gute Spielerin eben nicht aus, sodass der Schweriner Kombination aus Sofie Boguslavska und Cuong LeMinh gratuliert werden musste.

Bei den drei internen Greifswalder Mixedpaarungen war zweimal schon in der ersten Runde Schluss. Sowohl Yana und David als auch Margitta und Koschi zeigten aber tolle Spiele. Insbesondere Koschi und Margitta konnten sich an der ein oder anderen Stelle das Schmunzeln gegen die leicht genervten Mark Albrecht und Lea Piontkowski nicht verkneifen. Am Ende fanden die Rostocker dann aber doch ein Mittel gegen Margittas gefährliche Aufschläge und gewannen 3:2. Mit einem Freilos gestartet, gewannen Janine und Brian zuerst souverän gegen Kähling/Lutz, ehe sie sich anschließend den späteren Landesmeistern aus Rostock Sandy Lingstädt und Chris Rehberg geschlagen geben mussten.

Nach dem Mixed starteten dann auch etwas zeitverzögert und leider überhaupt nicht nach dem vorher ausgehangenen Zeitplan die Einzel. Hier gibt es anscheinend noch klaren Verbesserungsbedarf in der Turnierdurchführung. Um den Bericht nicht zu lang werden zu lassen, sei so viel gesagt: Margitta und Yana kämpften im Damenwettbewerb klasse, konnten einzelne Sätze für sich entscheiden, für mehr reichte es dann aber doch nicht. Erwartungsgemäß besser machte es Janine, die souverän als Zweite hinter Lea in die Hauptrunde einzog.

Bei den Herren ist die Geschichte auch schnell erzählt. Thomas mogelte sich wie in besten Tagen von 3:2 Erfolg zu 3:2 Erfolg und gewann so seine Gruppe, Brian gewann zum gefühlt ersten Mal überhaupt gegen Matze Kindt und sicherte sich so überraschend den Gruppensieg und damit genau wie Thomas und Mirco, der seine Gruppe ebenfalls gewann, die direkte Qualifikation fürs Achtelfinale am Sonntag. David gab in der Gruppe ebenfalls kein Spiel ab, in Gruppe 10 bedeutet dies aber nur die Quali für die Vorschlussrunde. Für eben jene Runde qualifizierte sich auch Justin, der einen Bombentag erwischte und bereits im ersten Spiel gegen Christian Becker aus Schwerin gewann. Anschließend gewann Justin auch noch gegen Jan Wienholz und konnte so erstmals die Vorrunde bei einer Herren LEM überstehen. Stark, Kleiner!!!

Dieses Kunststück wäre fast auch Basti gelungen. Nach einem mutigen, aber etwas glücklosen Auftritt gegen Steppu, musste er gegen Svenny Stürmer Lehrgeld zahlen. Im letzten Spiel gegen Björn Kroß war aber trotzdem noch alles drin. Ein 3:0 hätte sogar zum Weiterkommen gereicht. Basti gelang zwar die Revanche für die Niederlage bei der Jugend LEM, aber das 3:2 reichte trotzdem nicht ganz zum Weiterkommen. Trotzdem eine tolle Leistung. Dana erwischte eine sehr schwere Gruppe und fand nie wirklich zu seinem Spiel, sodass für ihn genau wie für Henning, Micha und Karl in der Vorrunde Schluss war. Henning hielt 4 Sätze lang im ersten und wohl entscheidenden Spiel gegen Jarno Dümmer toll mit. Dass die Ente hinten fett ist, hatte Jarno aber besser verinnerlicht und spielte einen genialen 5.Satz, der ihm die nächste Runde und Henning das Vorrundenaus brachte. Micha agierte unglücklich und konnte leider keinen Satz gewinnen. Zumindest ergebnistechnisch besser machte ich das. Nach zwei erquälten Siegen gegen Stephan Grußendorf und Andreas Link, bei denen ich nicht gut spielte, aber am Ende der Glücklichere war, war wie fast üblich Inge Lehner eine Nummer zu groß für mich. Da Inge am Morgen gegen Andreas Link verloren hatte, reichte mein 2:1 Punktestand nur zu Platz 3 und dem in meinen Augen verdienten Gruppenaus. Stefan, für den es die erste Teilnahme bei der Herren LEM überhaupt war, war mit sich selbst etwas unzufrieden, angesichts der starken Gruppe war das aber eigentlich unnötig. Immerhin einen Satz konnte auch er gewinnen.

Im Damendoppel reichten Janine und ihrer Partnerin Jana Kösling von Tiefbau Neubrandenburg nach einem Freilos in der ersten Runde ein Sieg um den Sprung ins Halbfinale am Sonntag zu schaffen. Dort gab es zwar eine deutliche Niederlage gegen Sandy Lingstädt und Lea Piontkowski. Zum Trost durften sich die beiden aber über die Bronzemedaille freuen. Für Yana und Margitta war in der ersten Runde gegen die späteren Finalisten Claudia Ahrens und Maxi Langschwager Schluss. Das Finale zwischen den beiden Rostocker Paarungen entschieden am Sonntag Lea und Sandy für sich.

Beim Herrendoppel hatten wir ein paar mehr Eisen im Feuer. Leider konnten lediglich Brian und ich, sowie Thomas und sein Partner Mark Albrecht ihre ersten Spiele gewinnen. Für beide Paarungen hieß das bereits Viertelfinale. Für Brian und mich wartete dort fast schon in gewohnter Form Svenny. Diesmal hatte er sich Matzke Kindt als Partner mitgenommen, was die Aufgabe nicht gerade leichter machte. Wir spielten gut mit, entschieden den schönsten Ball des Spiels für uns, aber am Ende stand ein 3:0 für die Rostock-Rühn Kombi auf der Anzeigetafel. Besser machten es Thomas und Mark, die im Viertelfinale gegen Inge Lehner und Jarno Dümmer gewannen und erst im Halbfinale von Chris Rehberg und Matthias „Auge“ Wähner zu stoppen waren. Chris und Auge gewannen später auch das Finale relativ ungefährdet.

In den Einzeln stand am späten Samstagabend noch die erste K.O.-Runde auf dem Plan. Für Janine war hier leider auch das Abenteuer LEM beendet. Beim 2:4 gegen Claudia Ahrens setzte sich am Ende doch die VOL-Spielerin aus Rostock durch. Bei den Herren mussten David und Justin nochmal an die Tische. Wobei dieser Ausflug von der Tribüne in den Spielbereich für Justin eher schnell wieder vorbei war. Die Spielzeit ließ nicht wirklich vermuten, dass wirklich 4 Gewinnsätze gespielt wurden, so kurzen Prozess machte Jarno mit Justin. Nach gefühlten 10 min hieß es 4:0 für den Rostocker. Etwas länger und folglich auch spannender ging es bei David zu, der sich gegen Karsten Janzon anfangs sehr schwer tat, dann besser ins Spiel fand und am Ende doch Karsten zum Einzug ins Achtelfinale gratulieren musste. Bei einem Sieg Davids wäre es am Sonntag übrigens zu einem Greifswalder Duell gegen Brian im Achtelfinale gekommen. Schade, dass das nicht ganz gereicht hat.

Sichtlich erschöpft vom langen ersten Tag ging es ins Hotel „Dock Inn“. Nachdem wir im Vorfeld viel über das Hotel und seine besondere Bauart gelesen hatten, wurden alle Erwartungen erfüllt. Super modernes Design und ein wirklich cooles Gefühl in top ausgebauten und eingerichteten Schiffscontainern. Wir kommen gerne wieder! Die von Micha Dinse organisierte Abendveranstaltung litt leider etwas darunter, dass es inzwischen schon sehr spät war. Trotzdem waren allerhand Leute gekommen, schauten zusammen das Handballspiel unserer BadBoys gegen Island und es wurde so manch nettes Gespräch bis tief in die Nacht geführt. Zumindest für alle, die am nächsten Tag nicht mehr spielen mussten, nahm so der Tag noch ein versöhnliches/lustiges Ende.

Am Sonntag hieß es dann früh wieder aufstehen. Dass beim TTC Zusammenhalt großgeschrieben wird, zeigte sich dann Sonntag früh. Bis auf Micha, der familiär bedingt nach Hause musste, waren alle anderen bereits ausgeschiedenen Spieler zum Anfeuern in der Halle. Ganz großer Sport!!! Unsere im Turnier verbliebenen Jungs Koschi, Thomas und Brian revanchierten sich mit tollen Spielen im Achtelfinale, die alle drei siegreich gestalten konnten. Top 8 Platzierungen für gleich 3 TTC’ler, das war schon mal der Hammer und die Erfüllung unserer im Vorfeld der LEM definierten Ziele. Im Viertelfinale kam es dann zum großen Showdown zwischen dem aktuell mit Abstand besten Verein des Landes und uns, die durch unsere Leistungen einmal mehr bewiesen, dass wir aktuell wohl die Nummer 2 im Land sind. Mirco traf auf Auge, Thomas auf Micha Dinse und Brian bekam es mit Titelverteidiger Svenny zu tun. Alle drei Spiele direkt vor unserer Tribüne und jeder Ball wurde beklatscht. Am Ende mussten leider alle drei anerkennen, dass die Rostocker eben nur an ganz besonderen Tagen zu schlagen sind. Koschi (am Ende 1:4) und Brian (2:4) hatten kurzzeitig die Chance die Spiele noch enger zu gestalten. Brian führte sogar schon 2:1 und hatte die Chance aufs 3:1, aber am Ende behielt Svenny die Oberhand. Thomas kam nicht wirklich in sein Spiel, da Micha sehr konsequent agierte, am Ende 4:1 für den Rostocker. Da sich auch im letzten Viertelfinale mit Chris ein Rostocker durchsetzte, waren die Süd-Jungs genau wie ihre Damen im Damenwettbewerb ab dem Halbfinale unter sich. So sieht Dominanz aus, Respekt!!!

Für uns hieß es nun das Turnier entspannt zu Ende zu verfolgen. Leider hat die Süd-Dominanz so an sich, dass richtig Stimmung nicht mehr aufkam, trotzdem gab es tolle Ballwechsel und knappe Spiele zu bestaunen. Die Titel in den Einzelkonkurrenzen sicherten sich Auge und Sandy. Während Auge beim 4:1 im Finale zeigte, dass er auch gegen den an diesem Tag sehr stark spielenden Chris immer nochmal eine Schippe drauflegen kann, ackerte sich Sandy nach gutem Start und dann etwas mehr Problemen gegen Sophia zu einem 4:3.

Wir bedanken uns beim TSV Rostock Süd (ganz besonders bei Micha Dinse) für die tolle Ausrichtung der 30. LEM, gratulieren nochmal ganz herzlich allen Titelträgern und Platzierten und freuen uns schon jetzt auf ein Wiedersehen in der nächsten Saison.


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