Unerwarteter Medaillenregen bei Nachwuchs-LEM

Sonntagnachmittag in Waren, das Trainerteam schaut sich ungläubig an und resümiert mit einem breitem Grinsen im Gesicht: „Die LEM haben wir wohl gewonnen.“ Wie es dazu kam und warum sich das so anfühlte, wollen wir kurz zusammenfassen und schauen dabei auf unsere SpielerInnen im Einzelnen…

Feli
Feli sammelt weiter Erfahrungen bei den Mädchen 11. Auch wenn sie in ihren beiden Einzeln und auch im Doppel ohne Satzerfolg blieb, hat man durchaus gesehen, dass Feli zuletzt Fortschritte im Training machte.

Sotir
Sotir bestätigte die Ergebnisse der Landesrangliste. Er gewann zwar gegen Harvey Schlenker (Waren), gegen den er noch bei der LRL verloren hatte, dafür verlor er gegen Noel Oelschner (Hagenow), gegen den er bei der LRL noch gewann. Insgesamt reichte ein 1:2-Spielverhältnis nur zu Platz 3 in der Gruppe. Im Doppel reichte es leider nicht zu einem Satzgewinn.

Janis
Als Viertplatzierter der Bezirksrangliste rückte Janis durch einen Verfügungsplatz in die Landesmeisterschaft nach und machte seine Sache ordentlich. In der extrem starken Gruppe mit Jarne Basen (Rostock, späterer Jugend 11-Landesmeister), The Khoi Nghiem (Kaiserbäder) und Duc Tran (Schwerin) reichte es leider nicht zu einem Satzgewinn, dennoch zeigte Janis seine Trainingsfortschritte und kämpfte gegen sehr spielstarke Gegner um jeden Ball. Immerhin im Doppel an der Seite von Veit Schulz (TSV 1860 Stralsund) gewann Janis 2 Sätze.

Sven
In der Vorrunde gelang Sven zwei sichere Siege, die schon die Qualifikation für die Endrunde bedeuteten. Im Spiel um Platz 1 unterlag er dann Jarne Basen, der auch schon bei der Landesrangliste vor Sven auf Platz 2 landete. Auch im Viertelfinale war Sven mit 3:0 siegreich und hatte somit Platz 3 schon sicher. Im Halbfinale wartete mit The Khoi Nghiem der Landesranglistensieger, Sven spielte konzentriert und behielt doch ein wenig überraschend mit 3:1 die Oberhand. Im Finale kam es dann erneut zum Duell mit Jarne Basen aus Rostock. Sven startete mutig ins Spiel und fischte ein um andere mal die Angriffsbälle des Rostockers. Jarne verzweifelte sichtlich und kam doch irgendwie immer wieder ins Spiel zurück. Sven führte 2:0, der dritte Satz sah gut aus, kippte aber noch zugunsten des Favoriten. Im vierten Satz führte Sven 9:5 und trotzdem reichte es auch hier nicht. Im fünften Durchgang spielte sich Jarne dann in einen Rausch und machte keinen Fehler mehr. Aber dennoch – der Vizelandesmeistertitel ist eine super starke Leistung und belohnte Sven für die langen Trainingsstunden am Balleimer zuletzt.
Im Doppel startete Sven an der Seite von The Khoi und spielte sich von Sieg zu Sieg. Als im Halbfinale das Doppel Basen/Stephan mit 3:2 bezwungen wurde, gingen die beiden Jungs leicht favorisiert ins Finale und konnten auch dieses siegreich gestalten – Landemeister im Doppel. Ein mega Wochenende von Sven, auf das wir sehr stolz sind!

Jungen 19 (Tommy, Jakob, Noah, Nico, Franz, Haoxi)
Aufgrund der Vielzahl von Greifswaldern im Jungen 19-Feld fassen wir die Ergebnisse in diesem Block etwas zusammen.
Die Vorrunden verlief überwiegend erwartungsgemäß. Franz und Tommy gewannen ihre Gruppen souverän. Noah war lediglich im internen Duell Franz unterlegen und sicherte sich Platz zwei in der Gruppe, Jakob verlor etwas unnötig in der Vorrunde gegen den an zwei gesetzten Emil Wiesner und gab somit seinen Setzplatz her, erreichte aber dennoch die Endrunde. Haoxi musste im internen Duell Jakob gratulieren und verlor auch gegen Emil, sodass nach der Vorrunde Schluss war. Nico verlor unglücklich gegen Moritz Dohse und war anschließend gegen Favorit Kurt Weber schon zum Siegen verdammt. Leider gab Kurt sich keine Blöße, sodass für Nico nach der Vorrunde Schluss war.
Vier Viertelfinals und viermal Greifswald am Tisch – Schwerstarbeit für unsere Coaches. Jakob erwischte mit Kurt das denkbar schwerste Los. Jakob spielte taktisch gut, machte aber immer wieder zu leichte Fehler, sodass am Ende Kurt verdient mit 3:0 gewann. Franz setzte sich im Materialspieler-Duell gegen Tyler Lindemann durch, Tommy bezwang Moritz Dohse und Noah setzte sich gegen Emil Wiesner durch. Also gleich drei TTCler im Halbfinale, wir kamen aus den Staunen nicht mehr heraus. Noah gegen Tommy – für uns also mal nur Zuschauen im Halbfinale einer LEM, daran kann man sich gewöhnen. Noah spielte stark, überraschte Tommy und sicherte sich den Platz m Finale. Im zweiten Halbfinale ließ Kurt unserem Franz nur wenig Chancen. Im Finale setzte sich Kurt dann auch gegen den letzten im Turnier verbliebenen TTCler durch und verwies Noah auf Platz 2. Dennoch mit 3 von 4 Medaillen können wir gut leben.
Auch die Doppel verliefen sehr erfolgreich. Nico und Franz erwischten jedoch im Doppel einen etwas gebrauchten Tag und verloren etwas überraschend gegen die stark aufspielenden Dohse/Natsagdorj sowie gegen die favorisierten Tommy und Kurt. Da verhinderte auch der Sieg im letzten Gruppenspiel nicht das Vorrundenaus. Auch für Haoxi und Partner Fabrice Kase war in der Vorrunde Schluss. Im Halbfinale setzten sich Jakob und Noah durch und trafen somit im Finale auf Tommy und Kurt – also auch hier gleich drei TTCler im Finale. Am Ende holte sich die Greifswald-Parchim Kombo in einen ansehnlichen Finale den Titel, Silber blieb für Noah und Jakob.
Dem Mixed-Wettbewerb drückte vor allem da Duo Jakob und Lilly seinen Stempel auf, nach teils souveränen Siegen standen die beiden im Finale. Dort waren dann Tara Heyden und Kurt Weber eine Nummer zu groß, trotzdem bleibt auch hier eine Silbermedaille. Nicht unerwähnt sollte auch die Bronzemedaille für Tommy an der Seite der Schwerinerin Phine Bernett.

Haoxi
Neben der Jungen 19 Konkurrenz startete Haoxi natürlich auch in seiner Stammaltersklasse Jungen 15. Im Doppel startete Haoxi mit Theo Jonas, der ebenfalls zu unserer Stützpunkt-Trainingsgruppe gehört. In der Vorrunde reichte es nach einer Niederlage gegen Wiesner/Schütt (Rostock) nur für Platz 2. Im Halbfinale entwickelte sich ein Krimi gegen Nam Cao und Duc Tran, am Ende sicherten sich Haoxi und Theo aber mit 3:2 den Platz im Finale und traf hier erneut auf Wiesner/Schütt. Diesmal kamen Haoxi und Theo deutlich besser ins Spiel und es entwickelte sich ein spannendes Duell. Am Ende setzten sich die beiden Rostocker trotzdem mit 11:9 im 5.Satz durch.
Im Einzel spielte sich Haoxi ohne nennenswerte Probleme bis ins Halbfinale. Dort traf er dann auf seinen Dauerrivalen Fiete Wiesner. Ins Halbfinale startete Haoxi auch fast wie immer gegen Fiete, erstmal hinten, zu passiv und mit zu leichten Fehlern und wenig Druck im Aufschlagspiel. Ab dem zweiten Satz wendete sich aber das Blatt, Haoxi wurde mutiger, verwickelte Fiete immer wieder in Rückhand Duelle, die Haoxi dominierte und es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch – 11:9 im 2.Satz zum 1:1. Der dritte Satz setzte der Spannung dann die Krone auf, es ging in die Verlängerung und die schien nicht zu enden. Immer wieder wurden Satzbälle auf beiden Seiten vergeben. Am Ende hatte Haoxi das glücklichere Ende und gewann den Satz mit 20:18. Auch wenn Fiete den 4.Satz danach gewann, hatte nach dem gewonnenen dritten Satz man von außen irgendwie ein gutes Gefühl und so passte es auch, dass Haoxi im 5.Satz dann die Oberhand gewann und mit 11:8 nach einem überaus spannenden Spiel siegreich war. Im Finale wartete dann Haoxis Doppelpartner Theo Jonas. Gegen Theo hatte Haoxi zuletzt schon gut ausgesehen und ging taktisch selbstbewusst ins Spiel. Seine Taktik ging dann auch im Spiel voll auf, sodass Haoxi dem Finale sein Spiel aufdrücken konnte und verdient mit 3:1 gewann. Haoxi holt damit seinen ersten Einzeltitel bei einer LEM. Die Freude war ihm ins Gesicht geschrieben, das wurde auch mehr als endlich mal Zeit!

Lilly
Lilly ging wie inzwischen gewohnt mit einem klaren Ziel ins Turnier – alles als der Titelgewinn wäre für Lill wohl eine Enttäuschung. In der Vorrunde und auch im anschließenden Viertelfinale spielte Lilly sehr konzentriert und ließ keine Zweifel aufkommen, nicht ein einziger Satz wurde bis hierhin verloren. Im Halbfinale wartete Jasmin Engel, die bei ihrem Comeback nach langer Pause wieder gut in Form schien. Jasmin verlangte Lilly einiges ab. Im vierten Satz hat sicher der ein oder andere Zuschauer schon die Weichen auf den fünften Satz gestellt, aber Lilly drehte nochmal auf und verhinderte dies mit dem 3:1-Sieg. Im Finale kam es dann erwartungsgemäß zum Dauerduell im die Titel in den Mädchen-Wettbewerben in MV. Tara Heyden aus Zinnowitz gegen Lilly – wahrscheinlich gab es kaum ein Duell so häufig in Finals wie dieses. Lilly ging selbstbewusst mit klarer Taktik ins Spiel – und musste dann feststellen, dass die Taktik mal so gar nicht funktionierte und Tara einfach immer die bessere Antwort hatte, relativ schnell stand es 2:0 für Tara. Im dritten Satz stellte Lilly die Taktik um und kam (auch begünstigt durch den ein oder anderen Glückspunkt) besser ins Spiel und verkürzte. Von Ball zu Ball kam Lilly besser ins Spiel und wurde sicherer. Im Entscheidungssatz spielte sich Lilly dann zeitweise in einen wahren Rausch, gewann eine Rallye nach der anderen und machte kaum noch Fehler. Am Ende setzte sich Lilly zur Freude der Greifswalder Zuschauer durch und machte ihren nächsten LEM Titel perfekt. Die Krone setzte dann auf, dass Lilly auch im Doppel an der Seite von Jenny Müller den Titel für sich beanspruchte. Auch hier stand im Finale Tara (an der Seite von Jasmin Engel) auf der anderen Seite des Tisches, musste aber Lilly auch hier gratulieren.

Fazit
Wir holen insgesamt 4 Bronze, 5 Silbermedaillen und 4 Goldmedaillen und führen damit auch den Medaillenspiegel an. Eine wahnsinnig geile LEM aus TTC-Sicht, die sicher viel Lust auf mehr macht.
Eine kleine Nebenstory soll nicht unerwähnt bleiben. Unser Vereinsslogan Emotionen, Leidenschaft, Zusammenhalt wurde toll vom gesamten Team gelebt. Die Stimmung, insbesondere am Finaltag war sicher auch mit dafür verantwortlich, dass es eine so erfolgreiche LEM war. Besonders erwähnt sei hier nochmal Nico, der nach seinem sicher enttäuschenden Ausscheiden aus allen Wettbewerben bereits am Samstag sich nicht hängen ließ und nach hause fuhr oder den Warener Weihnachtsmarkt besuchte, sondern am Sonntag voll da war, coachte, anfeuerte und seine Vereinskameraden unterstützte. Das war wie auch die ganze Teamleistung richtig stark!!!

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